Peter Wedel

Peter Wedel 4Geboren am 17.03.1942,

verstorben am 30.04.2026

Schon in jungen Jahren verschlug es Peter beruflich nach Franken. Dort angekommen zog es ihn immer wieder zur Fliegerei und somit zum Lillinghof hin. Und so machte er Ende September 1969, zusammen mit Fluglehrer Walter Plödt, seine ersten Segelflüge. Exakt 50 Jahre später, im September 2019 beendete er mit einem ausgedehnten letzten Segelflug, zusammen mit Fluglehrer Thomas Plödt, seine Fliegerische Karriere. Dazwischen lagen 50 Jahre eines bewegten Fliegerlebens.
Als Diplom Ingenieur lag ihm von Anfang an die Technik besonders am Herzen. So war Peter von 1979 bis 2019 als verantwortlicher Werkstattleiter im Verein und als Prüfer beim Luftsportverband Bayern tätig. Doch auch nach Beendigung seiner aktiven Tätigkeit stand er bis ins hohe Alter seinen Fliegerkameraden mit seiner Erfahrung und seinem technischen Know-how zur Seite. Wo immer am Flugplatz an Flugzeugen geschraubt wurde, war Peter nicht weit.
Aber nicht nur die Technik begeisterte ihn. Schon in frühen Jahren konstruierte und baute er, zusammen mit Gleichgesinnten, einen Tragschrauber, der per Autoschlepp gestartet wurde. Lange Zeit, bevor die Gyrocopter-Szene in Deutschland überhaupt entstand. Auch war Peter einer der Ersten aus unserem Verein, der ein Ultraleichtflugzeug fliegen durfte. Und das noch bevor man in Deutschland überhaupt eine Lizenz für diese Flugzeugart erwerben konnte. Die Motorfliegerei reizte Peter stärker als das Segelfliegen. So hat er als Schlepppilot Generationen von Flugschülern und Scheininhabern in die Luft und in die Thermik gebracht. An vielen vom Verein organisierten Flugtagen war er tatkräftig vertreten und schaukelte wagemutige Gäste im Motorkunstflug durch die Luft. Hierfür stand ihm stets eine Zlin 142 von Kunstflugweltmeister Manfred Strößenreuther zur Verfügung.
Peter Wedel 2 beschriftetPeter Wedel 3 beschriftet

Oldtimer waren seine große Leidenschaft. Nicht nur Flugzeuge. Oft kam er mit seiner Isetta zum Flugplatz und stahl damit den ausgestellten Flugzeugen die Schau. Oder er knatterte mit einem seiner historischen Motorräder zum Flugplatz, die er übrigens alle selbst pflegte, wartete und überholte.
Im Jahr 2020 wurde ihm, aufgrund seines Einsatzes um die Fliegerei und Technik im Verein, die Ehrenmitgliedschaft zuteil.
Den Fahrspaß konnte er nach Ablauf seiner fliegerischen Zeit noch einige Zeit weiter genießen. Bis die Krankheit auch hier einen Schlussstrich zog.
Peter, Du warst uns viele Jahre ein guter Freund und Weggefährte. Mach es gut da oben, in den Wolken.
Moravska 007

Thomas Plödt, Mai 2026