Am Samstag, den 12. Mai hieß es: Segelflugzeuge aufrüsten und ab an den Start!

Fünf Piloten loggten vor dem Start eine Stecke von über 400 Kilometern rund um Nürnberg ein. Als Schleppflugzeug brachte die Rallye und das UL (Ultraleichtflugzeug) die Piloten zügig in die Lüfte. Flugleiter, Schlepppiloten, Flächenhalter, Seilrückholer und weitere Helfer sorgten als eingespieltes Team für einen reibungslosen Flugbetrieb.

5 Maximilian Tontarra kurz vor dem Startkl
Max kurz vor seinem Start. Erste Wolken haben sich gebildet und versprechen Thermik :-)

Für die Piloten ging es schnell in Richtung Amberg, Nittenau bei Regensburg weiter über Bopfingen bei Aalen und als letzten Wendepunkt Hassfurth.

Steinberger Seekl
Kurz vor der 1. Wende: Der Steinberger See. Foto: D. Zuber

Richtung Schwäbischer Alb wurden teilweise Steigwerte über 5 Meter pro Sekunde erreicht!
Es lief recht gut, bis die paar Wolken kurz vor Hassfurth nicht mehr so richtig zogen und sich auflösten. Und die nächsten Wolken waren erst wieder jenseits von Bamberg in Sicht...
Dominik Zuberkl
Gab es also noch eine Möglichkeit, den Flugplatz Lauf-Lillinghof zu erreichen und den geplanten Flug abzuschließen?
Es folgte ein langer Gleitflug in Richtung Bamberg mit der Hoffnung, zwischendurch noch Thermik zu finden - doch Fehlanzeige.

Nur noch wenige hundert Meter hoch, hielten sich die Piloten in einem schwachen Aufwind südlich von Bamberg und gewannen langsam wieder an Höhe. Es war schon kurz vor 18 Uhr und immer noch unsicher, ob es die vier Segelflugpiloten Dominik Zuber, Maximilian Tontarra, Daniel Munser und Jonathan Decker noch zum Heimatflugplatz schafften.
3 Dominik Zuber in der rettenden Thermik bei Bambergkl
Dominik in der rettenden Thermik bei Bamberg.

Über Funk teilten sie sich die aktuellen Steigwerte mit und schließlich gelang es, den energiereichen Aufwind aufzuspüren und sich von der aufsteigenden Luft so hoch tragen zu lassen, dass der nächste Aufwind locker erreicht werden konnte. Endlich: Endanflughöhe mit rund 1500 Meter über Grund!

Diese Höhe war auch notwendig, denn, wie sie über Funk erfuhren, hatte sich eine Gewitterwolke über Gräfenberg aufgebaut, die den direkten Weg zum Flugplatz mit kräftigen Schauern versperrte:

Gewitterwolke2

So konnten sie gemeinsam das Gewitter östlich umfliegen...
4 Endanflug über der Fränkischenkl

1 Daniel Munser2kl


...und landeten nach rund 450 Kilometern wieder sicher am Flugplatz Lauf-Lillinghof.

Maximilian Tontarra kurz nach der Landungkl
Geschafft! Max kurz nach seiner Landung.

Insgesamt konnten die Segelflugpiloten an diesem sehr erfolgreichen Streckenflugtag über 2800 Kilometer lautlosen Flug verbuchen. Thomas Selz sicherte sich somit aktuell den zweiten Platz in der 15-Meter Klasse in Bayern sowie einen stolzen dritten Platz in Deutschland (DMSt)!
Man darf auf das anstehende zweiwöchige Pfingstfluglager gespannt sein, das durch "Rock im Hangar" am Samstag um 18:30 eingeläutet wird und hoffentlich viele weitere schöne (Streckensegel-) Flüge ermöglicht.

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